Sakramente

Wirksame Zeichen dafür, dass Gott das Heil der Menschen will - das ist eine sehr kurze Formel für das, was "Sakramente" im Leben der Kirche und der einzelnen Menschen sind.
Sakramente verbinden den Menschen intensiv mit Gott; sie antworten jeweils auf Fragen des Lebens in seinen verschiedenen Phasen.

Die Taufe

Von Geburt an stellen sich Fragen wie: Woher komme ich? Woraus lebe ich? Wem fühle ich mich innerlich verbunden? Das Sakrament der Taufe verspricht: Du bist von Gott gewollt. Du bist Gottes Kind.

Die Kindertaufe gibt schon dem kleinen Kind (und auch seinen Eltern) die sinnliche Zusage: Gott nimmt dich an - du sollst zu Jesus Christus gehören - die Kirche und die Gemeinde wissen sich für deinen Glauben verantwortlich.
Auch als Erwachsener kann man das Sakrament der Taufe empfangen.
Für eine Taufe melden sie sich bitte im Pfarrbüro. Mit dem Pfarrer findet dann ein Taufgespräch statt.
An Unterlagen benötigen sie: In unserer Pfarrei finden die Tauftermine nur nach dem Sonntagsgottesdienst um 11:15 Uhr statt.
In Ausnahmefällen und mit Rücksprache des Pfarrers kann auch am Samstag oder in einer anderen Kirche das Sakrament der Taufe gespendet werden.
Taufen finden in der Pfarrkirche Bad Endorf (St. Jakobus) statt.

(Erst-) Kommunion

ist die sakramentale Antwort auf die Fragen: Wonach hungere und dürste ich? Was macht mich satt? In der Feier der Eucharistie ist Jesus Christus in seinem Wort und unter Zeichen von Brot und Wein gegenwärtig und gibt sich seinen Schwestern und Brüdern als Nahrung.

Die Erstkommunion ist die Aufnahme in die Mahlgemeinschaft der Glaubenden in der Kirche. Bei der feierlichen Kommunion bekunden die Kinder ihren Glauben vor der Gemeinde und empfangen (zum ersten Mal) den Leib des Herrn.

Zur Erstkommunion sind in der Regel Kinder, die die 3. Klasse einer Grundschule oder einer anderen Schule besuchen, eingeladen.

Die Eltern werden von uns informiert. Bitte fragen sie auch im Pfarrbüro nach, wenn sie bis Jahresanfang keine Information erhalten haben.
Die Erstkommunionvorbereitung findet sowohl im schulischen Religionsunterricht, in gemeinsamen Gottesdiensten und Aktionen, als auch in Kleingruppen (Kommuniongruppen) statt. Die Erstkommunion wird jedes Jahr an einem Sonntag im April oder Mai gefeiert.

Krankenkommunion

Zu kranken, bettlägerigen, alten Menschen wird die Kommunion auf Wunsch auch gerne ins Haus gebracht.
Bitte melden sie sich im Pfarrbüro.

Buße / Versöhnung

Christsein heißt wesentlich versöhntes, friedensbereites Leben. Dazu muss der Mensch immer wieder bereit sein umzukehren.
Im Gottesdienst der Kirche kommt die Buße in verschiedenen Formen und zu unterschiedlichen Zeiten vor. Dabei spielt seit alters her das Hören auf das Wort Gottes, das gemeinsame Gebet und die Unterstützung Hilfsbedürftiger als Formen der Buße und Sündenvergebung eine zentrale Rolle.

In unserer Pfarrei werden gesonderte Bußgottesdienste vor Weihnachten und Ostern angeboten.
Als besonders befreiend erleben viele Menschen die Einzelbeichte. Dies ist vor den Hochfesten Weihnachten und Ostern in der Kirche möglich.
Außerdem können persönliche Beichtgespräche mit dem Pfarrer vereinbart werden. Kinder werden im Rahmen der Erstkommunionvorbereitung zum ersten Mal zur Beichte geführt.

Die Firmung

vollendet die Taufe durch die Besiegelung mit dem Heiligen Geist. Sie steht am Beginn des Erwachsenenlebens und bietet Antwort auf Fragen wie: Wer bin ich? Was will ich? was kann ich? Wozu entscheide ich mich?

Jedes Jahr werden Jugendliche ab der 8. Klasse dazu eingeladen. Die Anmeldung zur Firmung geschieht zu festgelegten Terminen in den letzten Monaten eines Jahres. Eingeladen dazu wird über die Schule, Pfarrbrief, Zeitung.
Durch auswärtigen Schulbesuch, Wiederholung einer Klasse, Zuzug während des Schuljahres oder andere Umstände kann es vorkommen, dass Sie, bzw. ihr Kind keine Einladung erhalten haben. Fragen sie deshalb lieber rechtzeitig im Pfarrbüro nach, ob sie übersehen wurden.
Die nächste Firmung in St. Jakobus findet am Samstag, den 21. April 2018 um 14:30 Uhr statt.

Ehe

nennt man die geordnete und geregelte Form des Zusammenlebens von Mann und Frau. Für Christen ist die lebenslange Treue zu einem Partner und die einer einzigen Person exklusiv zugewandte personale Liebe Bild und Gleichnis der Liebe Gottes zum Menschen und der in-nigen Verbindung Jesu zu seiner Kirche. Darum nennt die Kirche die Ehe ein "Sakrament":
Christen vertrauen darauf, dass trotz aller Belastungen und Schwierigkeiten, eine lebenslange Treue und "ewige Liebe" mit Gottes Hilfe möglich sind.

Für eine Trauung melden sie sich bitte frühzeitig im Pfarramt.
Für ein Trauungsgespräch beim Pfarrer sind mitzubringen: Ein Taufschein neueren Datums , falls man nicht in der Pfarrei getauft ist und der Ziviltrauschein, wenn die standesamtliche Eheschließung schon war.

Spezielle Vorbereitungstage werden für Brautpaare angeboten. Eine Broschüre mit allen Terminen liegt am Schriftenstand in der Pfarrkirche auf.

Krankensalbung

Die Krankensalbung ist ein Kranken- und Heilsakrament und nicht wie häufig vermutet ein "Sterbesakrament", nicht das "Sakrament der Letzten Ölung", wie man die Krankensalbung in der Vergangenheit volkstümlich genannt hat. Es will heilen und stärken.

Es ist leicht nachvollziehbar, dass eine geistliche innere Erneuerung (zum Ritus der Krankensalbung gehört auch die Vergebung von Schuld) und eine aus Gottvertrauen erwachsende innere Ruhe und Gelassenheit sich auch auf das Gesamtbefinden positiv auswirkt. Viele erleben die mit der Krankensalbung verbundenen, sinnlich erfahrenen Riten (Sündenvergebung, Lossprechung, Segen, das Salben der Hände und Füße, das gemeinsame Gebet) als "spürbare Hilfe" gerade dann, wenn durch die Schwere der Krankheit die intellektuelle Aufnahmefähigkeit oder auch das Wachbewusstsein stark eingeschränkt sind.
Die Krankensalbung wird gespendet bei schwerer Erkrankung als Hilfe zur Gesundung- oder aber zur inneren Stärkung, für den Fall, dass die Krankheit zum Tod führen sollte.

Bitte melden sie sich im Pfarrbüro oder beim Pfarrer.

Für Begräbnis

Hierzu benötigen wir die "Bescheinigung über Sterbefall für die Bestattung" vom Standesamt.

Weil wir Seelsorger Anteil nehmen und den Gottesdienst und das Begräbnis persönlich gestalten wollen, ist ein Gespräch mit einem Verwandten oder Angehörigen wünschenswert.
In der Regel feiern wir Wortgottesdienst oder eine Hl. Messe, bevor wir zum Friedhof gehen. Gute Anfangszeiten sind dafür 9.00 Uhr und 14.00 Uhr.


Mehr Informationen zu den Sakramenten finden sie auf den Seiten der Erzdiözese unter www.erzbistum-muenchen.de .